Essen. Trinken. Machen.

KAISERSCHMARRN

Kaiserschmarrn ist eines der drei guten Dinge aus Österreich neben Bergluft und David Alaba. Den besten allerdings hat definitiv meine Oma gemacht – die mitnichten Österreicherin war, da aber oft im Urlaub hingefahren ist. Das sollte als Qualifikation reichen und deshalb kommen wir direkt zur Liste der

Zutaten

  • 125 Gramm Mehl (Weizenmehl)
  • 1/4 Liter Milch (aka 250 ml)
  • 4 Eigelb und
  • 4 Eiweiß (also 4 Eier trennen)
  • 2 Päckchen Vanillezucker (oder halt Vanillinzucker)
  • 4 Eßlöffel Rosinen
  • Margarine (zum Backen) und
  • Zimt & Zucker (oder Puderzucker) zum Bestreuen

Werkzeug

Ihr müsst nur Eiweiße steif schlagen, Teig anrühren und danach in der Pfanne ausbacken. Denkbar einfach – wenn Ihr einen Schneebesen und eine Pfanne zur Hand habt. Noch einfacher geht´s mit einer Küchenmaschine. Falls Ihr noch keine besitzt oder eine neue wollt – hier habe ich ein paar Einkaufsempfehlungen für Euch:

Zubereitung

Los geht´s! Als erstes müsst Ihr die Eiweiße steif schlagen. Das geht am einfachsten, wenn die Eier aus dem Kühlschrank kamen, beim Trennen der Eier keinerlei Eigelb ins Eiweiß getropft ist und die Rührschüssel, in der Ihr das Eiweiß schlagt, blitzeblank sauber ist. Dann einfach so lange schlagen, bis Ihr die Schüssel auf den Kopf stellen könnt und das Eiweiß drin bleibt.

Das fertigt Eiweiß füllt Ihr in eine gesonderte Schüssel und stellt es beiseite.

Jetzt gebt Ihr das Mehr in Eure Rührschüssel, schüttet die Milch, den Vanillezucker und die Eigelbe dazu und rührt alles zu einem glatten Teig zusammen. Wenn das erledigt ist hebt Ihr den Eischnee unter den Teig und gebt danach die Rosinen hinzu. Nächster Schritt: Ausbacken.

Gebt ein wenig Margarine in eine Pfanne und erhitzt sie. Wenn die Pfanne heiss und die Margarine geschmolzen ist kommt 1/4 des Teiges in die Pfanne. Sobald der Teig jetzt anfängt zu stocken und fest zu werden müsst Ihr ihn mit zwei Gabeln in kleine Stückchen zupfen (sonst habt Ihr einen großen Pfannkuchen – und das wollen wir ja nicht, wir wollen ja Kaiserschmarrn!). Die gezupften Stückchen müsst Ihr jetzt nur noch fertig ausbacken und voila – fertig ist der Kaiserschmarrn.

Nach belieben wird er jetzt bestreut mit Zimt&Zucker oder halt Puderzucker gegessen. Lecker dazu ist Apfelbrei.

Wohl bekommt´s!

Der Trinkspieltisch

Heureka liebe Leute! Weihnachten und vor allem Silvester stehen vor der Tür! Ihr seit auf eines Hausparty eingeladen oder feiert gar selbst eine? Ihr habt Angst, dass die Veranstaltung unter Umständen ein klein wenig zu langweilig werden könnte? Dann habe ich hier genau das richtige für Euch: Den Trinkspieltisch!

Rettet jede (Silvester)Party: Der Trinkspieltisch

Keinen Bock auf langweiliges Gepläuder mit unliebsamen Pflichtfreunden an Silvester, um bloß die 0-Uhr-Grenze zu erreichen? Keine Lust auf die ewigen Anekdoten von Onkel Erwin während der gesamten Weihnachtsfeiertage? Oder einfach mal Bock auf einen Grund für´s Delirium am Wochenende? Hier kommt die Lösung:

Der Trinkspieltisch von Amazon

Wie funktioniert der Trinkspieltisch?

Dieses Kleinod der sozialisierenden Unterhaltungskunst gehört käuflich erworben und eifrig genutzt! Und wie funktioniert es? Ganz einfach und selbsterklärend:

Der Trinkspieltisch im Detail

Ihr braucht also zum Spielen nur Spieler und Sprit.

Aufbauhinweise – was benötige ich für einen Trinkspieltisch?

Wenn Ihr Euch also dafür entscheidet, Eurem nächsten festlichen Anlass etwas mehr Umdrehungen zu verleihen, dann müsst Ihr quasi nur eine Art Trinkspieltisch-Bausatz erwerben. Klingt kompliziert? Ist es nicht. Denn: Der Trinkspieltisch kommt quasi als Tischauflageklebefolie ohne Tisch. Ihr braucht also noch den Tisch dazu. Wie die meisten von Euch aber wohl schon erkannt oder vermutet haben, handelt es sich bei dem passenden Tisch um den legendären LACK-Beistelltisch von IKEA, den Ihr dankenswerter Weise auch unmittelbar bei Amazon (zusammen mit dem Trinkspiel) erwerben könnt.

Trinkspieltisch - der Aufbau

Wat kost´das ganze?

Fakten, Fakten, Fakten: Was kostet der ganze Spaß? Antwort: Das ist ein denkbar günstiger Spaß für die ganze Familie! Für insgesamt 28,48 Euronen seit Ihr dabei.

Einmal das Trinkspiel für 19,49 EUR und einmal den Tisch für 8,99 EUR und fertig ist die Sause.

PROST!


Hier geht es zum Trinkspiel:

Trinkspieltisch – Klebefolie mit Spielzubehör (ohne Tisch)

Und hier geht es zum LACK-Tisch:

IKEA Beistelltisch LACK Couchtisch mit 55x55cm – Tisch in WEISS


Das beste Whiskeyglas der Welt

Es gibt Dinge, die brauchen eigentlich keine weitere Beschreibung. Die sieht man, weiss sofort dass man sie braucht, kauft sie und ist glücklich. So wie das hier.

Das beste Whiskeyglas der Welt

Wenn Ihr also demnächst nach Hause kommt und aus bekannten Gründen keine, aber auch wirklich GAR KEINE Lust habt, auch noch mit Eurer Umgebung darüber zu reden, dann erledigt das Glas alles weitere für Euch.

Wohl bekommt´s!

Hier gibt´s das Teil für schlappe 11,99 EUR bei Amazon zu kaufen: http://amzn.to/2ePR5fT

Der Pizza Boss 3000 bei Amazon

Bäääääm! Das hier ist mal wieder ein Amazon-Highlight aus der Kategorie „Top Geschenkideen für echte Männer“: Pizza schneiden war gestern, ab jetzt wird Pizza wie ein Mann geschnitten! Oder habt Ihr schon mal einen männlicheren Pizzaschneider als den Pizza Boss 3000 gesehen?

Pizza Boss 3000 – männlicher kann man Pizza nicht schneiden

Pizza Boss 3000 - Detail

Pizza Boss 3000 bei Amazon…

Welcher Mann hat noch nicht davon geträumt, mal eine Pizza so richtig männlich, also mit einer Kreissäge zu zerteilen? Richtig – wahrscheinlich jeder hatte diesen Gedanken schon einmal. Und genau dieser Traum kann jetzt wahr werden… oder zumindest fast: Mit dem Pizza Boss 3000! Je nach Angebot könnt Ihr es für läppische 10 bis 14 Euro bei Amazon so richtig Kreischen lassen – oder zumindest könnt ihr beim Pizzaschneiden davon träumen, dass es kreischt – einen Motor hat das Teil nämlich nicht (dem würde wahrscheinlich auch die Spülmaschine nicht guttun…)

Edelstahl-Klinge gibt Käse und Pepperoniwurst den Rest…

Mühelos gleitet die Kreissägen-Klinge durch Berge von saftigem Käse, zerteilt Pepperoniwurst, Sardellen, Salami & Co. spielend leicht. So lässt es sich arbeiten!

So verspricht es uns die Artikelbeschreibung auf Amazon – und so wollen wir ihr das auch glauben! Liebe Frauen da draussen, Ihr wünscht Euch doch immer ein bisschen mehr Hilfe im Haushalt. Eins ist sicher: Mit diesem Teil im Haus werdet Ihr schon mal nie wieder Pizza schneiden müssen – und das ist doch auch schon mal was, oder? Also: ZACK ZACK zu Amazon und Eurem Liebsten ein erschwingliches Geschenk gemacht!

Hier geht´s direkt zum Pizza Boss 3000 >

Pizza Boss 3000 in action

Alte Wache | Forchheim | außen

Lust auf lecker Essen in Forchheim (Franken)? Dann ab in die Alte Wache am Paradeplatz 17 in Forchheim! Nirgendwo sonst bekommt ihr so einen leckeren Flammkuchen mit Ziegenkäse und Chutney serviert – und ein leckeres frisch gezapftes Bierchen gleich dazu.

Restaurant Alte Wache in Forchheim

Alte Wache | Forchheim | außenIn den historischen Gemäuern (am Ende des 18. Jahrhunderts erbaut war dort ursprünglich mal die Wachmannschaft der Polizei stationiert…) gibt es seit Juni 2016 neue Pächter und damit einhergehend frischen Wind, eine neue Speisekarte und ein im Vergleich zum vorher in der Alten Wache beheimateten Cafe Esspress geändertes Gastronomisches Konzept.

So, und warum fahre ich aus Heidelberg einfach mal fast 2 1/2 Stunden nach Forchheim zum Essen? Ist es wirklich so gut, dass es das wert ist?

Neue Pächter seit Juni 2016 in der Alten Wache

Alte Wache | Forchheim | JensOK, ich gebe es zu – nicht nur wegen dem Flammkuchen (obwohl… der wäre es schon wert… 🙂 ). Wir kennen Jens, der die Alte Wache seit Juni 2016 zusammen mit seiner Freundin Jaqueline betreibt, bereits seit einigen Jahren aus unserer Heimat – schließlich baute er vor etwas über einem Jahr erst in Schwetzingen einen schicken Biergarten auf. Jetzt bot sich die Gelegenheit für etwas Eigenes – und weil das nun mal in Forchheim ist, müssen wir halt etwas weiter fahren um ihn zu besuchen.

Wenn Ihr aber aus Forchheim und Umgebung kommt, dann ist für Euch wahrscheinlich primär von Interesse, ob es sich kulinarisch lohnt, der Alten Wache einen Besuch abzustatten. Meine Antwort: Ja, tut es.

Das Essen

Alte Wache | Forchheim | SpeisekarteDie Karte ist abwechslungsreich und relativ klein, was für Frische und Qualität spricht. Neben gutbürgerlichen Klassikern (kein fränkisches Restaurant kommt ohne Schnitzel Wiener Art aus!) gibt es einige lohnenswerte kulinarische Schmankerl.

Wir hatten zum Test als Vorspeisen die hausgemachten Kartoffelpuffer mit Lachs und selbstgemachter (!) Wasabi-Guacamole sowie einen Salat mit Ziegenkäse und Walnüssen vorneweg. Beides war großartig.

Zum Hauptgang gab es dann einmal das Schnitzel Wiener Art mit Pommes: Solide Qualität. Ich hatte meinen Lieblings-Flammkuchen mit Ziegenkäse, Mangochutney, Rucola und Kirschtomaten. Ich liebe ihn! Super!

Die Drinks – Tucher und Co

Alte Wache | Forchheim | Zindorfer vom FassDas Essen war schon mal lecker – was gibt´s zu trinken? Tucher Pils und Zirndorfer Landbier – beides frisch vom Fass. Zum Tucher kann ich mich leider nicht äußern – ich bin den ganzen Abend beim Zirndorfer hängen geblieben… (lecker!)

Special: Frühstück

Was gibt es besonderes im Angebot? Neben den Leckereien der regulären Karte bieten Jens und Jaqueline jeden Tag Frühstück vom Buffet ab 9 Uhr morgens bis 12 Uhr, am Sonntag sogar mit Omlettes und Rührei.

Da man ja aber nun bekanntlich nicht nur mit dem Mund sondern auch ein klein wenig mit den Augen isst, stellt sich noch die Frage nach dem Look.

Das Design – innen und außen

Alte Wache | Forchheim | GastraumDie Alte Wache bietet innen eine gute Mischung aus erkennbar modern und gemütlich rustikal. Viel Holz und gleichzeitig klare Linien. Das Mobiliar ist neu und wertig. Auf dem Paradeplatz gibt es eine ganze Menge weitere Tische, an denen man bei gutem Wetter hervorragend sitzen und genießen kann. Kleines Gimmick: Die Alte Wache ist vorne von einer riesigen Glaswand umgeben, so dass zwischen Mauer und Glaswand noch eine Reihe Tische reinpasst – man kann also drinnen sitzen und ist doch draußen 😛

Fazit

Lecker! Wenn Ihr aus Forchheim oder Umgebung kommt und einfach mal was leckeres Essen wollt, dann besucht die Alte Wache und lasst es Euch gut gehen.

Adresse und Öffnungszeiten

Die Alte Wache findet Ihr am Paradeplatz 17 in Forchheim.

Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 22, am Wochenende 23 Uhr.

www.altewache-forchheim.de | Facebook


Kutsche in Krakau (Tim Wullbrandt)

Endlich wieder Krakau! Während ich bis vor einigen Jahren noch regelmäßig zwei Mal pro Jahr in Krakau war, habe ich die letzten fünf Jahre nun abstinent gelebt. Jetzt endlich bot sich dank eines unschlagbaren Angebots von Travelbird einmal wieder die Chance, für drei Tage meinem geliebten Krakau „Hallo“ zu sagen. Also: Gebucht, gepackt und ab dafür. Warum ich jedem dringend empfehle, auch mal für ein paar Tage nach Krakau in Polen zu Fliegen, habe ich Euch hier anhand einiger Bilder und Tipps und Tricks beschrieben.

Endlich wieder Krakau – ein Reisereport in Bildern und so

Krakau - Rynek (Marktplatz und Tuchhallen)Polen an sich ist schon einmal ein eher ungewöhnliches Reiseziel. Wer keinen irgendwie gearteten Bezug zu unserem Nachbarland hat, der wird selten auf die Idee kommen, dort seinen Urlaub zu verbringen. Wäre ich wohl auch nicht, wenn ich nicht bereits vor Jahren einen Bezug dorthin bekommen hätte – zufälliger Weise auch noch direkt nach Krakau. Ich erinnere mich noch an meine erste Ankunft damals vor ich glaube 8 Jahren auf dem Flughafen von Krakau. Wer seinerzeit einen Flug mit Zwischenstopp in Warschau buchte (was günstiger war), der kam im Domestic-Terminal für die Inlandsflüge an. „Lagerhalle“ hätte besser gepasst als „Terminal“. Dann noch die 30-minütige Bummelzugfahrt in die Stadt, vorbei an runtergekommenen Industriegrundstücken. Das Bild war perfekt. Dann kam ich in der Stadt an – und bis heute nicht mehr los. Warum?

Die Formalitäten – Unterkunft in und Anreise nach Krakau

Bevor Ihr Bilder zu sehen bekommt klären wir erst das nötige. Anreise und Unterkunft. Okay?

(Bei allem, was ich hier schreibe, gebe ich eigene Erlebnisse wieder und nichts aus Reiseführern kopiertes – wer aus Reiseführern lernen will, der sollte hier mal schauen und sich einen aussuchen.)

Wie kommt man hin?

Flüge nach KrakauDas einzig vernünftige ist der Flieger. Keine Ausrede. Es gibt eine Bahnverbindung, die braucht aber über einen halben Tag von Deutschland aus. Und mit dem Auto seit ihr fast genau so lang unterwegs (knapp 10 Stunden ab Heidelberg). Also: Flieger. Sowohl ab Frankfurt (Main) und Stuttgart dauert die Flugzeit nur knapp über eine Stunde und es gehen diverse Flüge pro Tag nach Krakau.

Achtung: Flughafen ist nicht gleich Flughafen! Wenn Ihr einen Flug nach Krakau buchen wollt und freut Euch gerade über ein super Schnäppchen – dann schaut mal, zu welchem Flughafen Euch das Schnäppchen bringt. Vor allem die Billigflieger landen nicht in Krakau, sondern in Kattowitz – was ca. 90 Kilometer entfernt ist. Meine Empfehlung: Lieber einige Euro mehr investieren und dafür direkt in Krakau  – Lotnisko (John Paul IInd – Airport) landen.

Krakau - Bahnhof am FlughafenVom Flughafen aus kommt Ihr mittlerweile super bequem mit dem Zug in die Innenstadt. Der Bahnhof am Flughafen ist nigelnagelneu und ihr kommt vom Gate direkt durch eine Überführung an den richtigen Bahnsteig. Die Zugfahrt kostet pro Person 8 PLN. Der richtige Zug ist der in Richtung Wieliczka – Euer Ziel ist Krakow-Glowny (Hauptbahnhof)


TIPP: In der Ankunftshalle des Flughafens steht ein Ticketautomat für die Zugtickets, der auch Englisch und Deutsch kann. Wenn Ihr kein Polnisch könnt, dann die Tickets hier direkt kaufen statt sich später mit dem Schaffner auseinandersetzen zu müssen (der sicher kein Deutsch spricht)!


Wo bleibt man – die Unterkunft

Wenn man schon mal da ist, dann muss man (auch wenn man stark Feiern kann…) irgendwo Schlafen. Krakau bietet da etwas für jeden Geldbeutel – vom Luxushotel bis zum billigen Hostel. Mein Budget war schon immer eher knapp, daher haben wir immer günstig gewohnt – und immer super gut!

Während es die letzten Jahre immer Ferienapartments von Antique Apartments waren, haben wir dieses mal (als Pauschalpaket bei Travelbird, zusammen mit dem Flug ab Stuttgart) im Bed & Breakfast „Angel House 2“ gewohnt. Ich sag mal so: Cool. Super Lage, das Zimmer war klein aber schön und zweckmäßig, modern eingerichtet und das Bad war top (sauber!). Was will man mehr? Also: Volle Empfehlung meinerseits.

Unsere Unterkunft: Angel House 2 (Bed&Breakfast):


Booking.com


Tipp: Wenn Ihr auf der Suche nach Eurer Unterkunft seit – sucht nicht blind nach einem großen Hotel mit Schildern, Fassade und Lobby! Die meisten B&Bs oder Ferienwohnungen und Hostels bestehen aus einer Etage in ganz „normalen“ Stadthäusern – achtet also auf die kleinen Schilder am Eingang der Häuser!


Tipps für die Rückreise

Dummer Weise haben die meisten Urlaube ein Ende und mann muss wieder zurück. Daher hier ein paar Tipps (Stand 20.4.2016) für den Rückflug:

Zug zum Flug in KrakauAm besten geht es zurück zum Flughafen wieder mit dem Zug ab Krakau Glowny. Der Hauptbahnhof liegt nicht nur direkt neben der Galeria Krakowska (sensationell tolles Shoppingcenter…), sondern er ist mit der Galeria auch direkt unterirdisch verbunden. Ideal also, um in die Galeria rein, unten bei Starbucks vorbei 🙂 auf den Bahnsteig zu gehen. Tickets gibt es auch hier am Automaten in der nigelnagelneuen Bahnhofsanlage.

Der Zug zum Flug fährt auf Gleis 3 in Richtung Krakow-Lotnice.

Krakau 2016 (47 von 144)Am Flughafen selbst wird es derzeit (wie gesagt: April 2016) etwas verwirrend, da zwar das Boarding und die Sicherheitskontrollen im schönen neuen großen Terminal stattfinden – der Check-In und die Gepäckabgabe aber im „alten“ Terminal 1. Wer also derzeit zurückflicgt, der muss erst in das alte Terminal, sich dort seinen Check-In-Schalter suchen und das Gepäck loswerden und dann in das neue Terminal wechseln um dort einzusteigen. Achtung: Nur etwa jede dritte Durchsage im Flughafen wird auch auf Englisch wiederholt. Man ist halt doch in Polen und darf als Tourist dankbar sein, dass man überhaupt da ist 😉

Welcome to Krakow

Krakau 2016 (2 von 144)Wer zum ersten Mal nach Krakau kommt und (wie wir) am Hauptbahnhof seinen ersten Fuß in die Stadt setzt, der landet zunächst einmal (wenn er nicht durch den Tunnel nach unten in die Galeria Krakowska entschwindet) in einem Bahnhofsausgang, der ein wenig an eine Mischung aus Wien und Berlin zur Kaiserzeit aussieht. Von hier aus geht es dann erst einmal auf den großen glatten Vorplatz zwischen altem Hauptbahnhof und Galeria Krakowska.


Tipp: Der Busbahnhof befindet sich hinter dem Hauptbahnhof. Wer also auf eigene Faust einen Ausflug in die Berge nach Zakopane oder nach Auschwitz machen möchte, der startet dort.


Krakau - Galeria Krakowska

Galeria Krakowska

Bei meiner ersten Ankunft vor Jahren in Krakau bekam ich direkt beim Betreten der Galeria Krakowska einen Kulturschock. Während ich mir seinerzeit (2008) den polnischen Osten noch im Stil der Deutschen Welle a la „Switch“ („Buuuunt. Uuund in Faaaarbä…“) verstellte, war der Anblick dieses Shoppingparadieses der absolute Wahnsinn. Ich sage nur so viel: Damals gab es dort bereits Pull&Bear, Reserved, CCC, Humanic und Co im Überfluss, während das in Deutschland noch niemand kannte.

Eins vorweg: Billig Einkaufen ist nicht! Polen ist nicht Tschechische Grenze und vor allem nicht in Krakau. Nahezu alle Konsumgüter kosten genausoviel wie in Deutschland oder sogar etwas mehr. Günstig wird es nur dann, wenn ihr in individuellen kleinen Läden einkauft und der Wechselkurz zum Zloty (PLN) gut ist. Derzeit ist er etwa bei 1 EUR zu 4 PLN – also gut. Günstig wird es aber, wenn ihr Ware plus Dienstleistung kauft – Masskonfektion kann sich also tatsächlich lohnen.

Die Planty – der grüne Ring um die Krakauer Altstadt

Wer sich vom Konsum losgerissen oder diesen mutig rechts liegen lassen hat, der läuft erst einmal durch eine große (und volle) Unterführung durch und landet in etwa hier:

Planty Krakau

Die Planty (Planten) sind ein insgesamt knapp 4 Kilometer Grüngürtel / Park, welche die gesamte Altstadt umgibt. Alles ist als Park angelegt mit massenweise Bänken, Blumenbeeten, Pavillons, Gaslaternen etc.. Die Krakauer leben praktisch in dieser Parkanlage – man Bummelt, Flaniert, sitzt stundenlang plaudernd auf einer der Bänke und genießt den Tag. Am Wochenende bei schönem Wetter gibt es kaum etwas schöneres und entspannenderes, als der Spaziergang durch die Anlage. Und wer hat´s erfunden? Die Ösis natürlich! Im 19. Jahrhundert war Krakau unter österreichischer Besatzung und die Besatzer waren der Auffassung, dass der Stadt etwas mehr Wien und etwas weniger Provinz bessert stehen würde. Man kann also sagen: Alles richtig gemacht!


Tipp: Mein Absolutes Lieblingscafe in Krakau – ohne mindestens einen Besuch dort fahre ich nicht wieder heim! Das Bunkier Cafe – direkt an den Planten. Schöner und entspannter kann man (wie ich finde) nicht auf alten klapprigen Holzstühlen sitzen und ins Grüne schauen. Bei gutem Wetter wird die Plexiglasfront geöffnet und man sitzt im Freien. Das Publikum beinhaltet vom Studenten über Familien mit kleinen Kindern bis zu Senioren alles. Man bekommt auch alles – vom Frühstück früh morgens bis zum Cocktail mitten in der Nacht. Das Bunkier ist eine der wenigen Locations, in denen es „Tank-Bier“ gibt. Fass war gestern – wer vorne mit dabei sein will, der baut sich einen Tank in den Keller! Ich liebe es! 


Der Rynek – Das Herz von Krakau

Wer hier zum ersten mal ankommt, den zieht es (wenn er nicht sowieso auf dem Weg zum Hotel dorthin muss) meistens als erstes in die Altstadt. Das ist verständlich – der Rynek Glowny (große Marktplatz) mit seinen Tuchhallen ist so ziemlich das bekannteste, was die Stadt an Motiv zu bieten hat. Der Rynek ist der größte mittelalterliche Marktplatz Europas und das Herz der Stadt. Hier befinden sich praktisch in jedem Haus ein bis drei Restaurants und nochmal so viele Bars und Cafes. Wenn nichts geht – hier geht was.

Rynek Glowny - Tuchhallen - Krakau

Wer beim Anblick dieses Bilds jetzt denkt „Oh, eine Hochzeit – wegen der Kutsche“, der irrt sich. Diese Kutschen findet man in ganz Krakau zu Hauf. Sie „parken“ alle um den Rynek herum und buhlen um Touristen für Stadtrundfahrten. Für verliebte Touristenpäärchen und fotogeile Asiaten ein Muss. Für uns nicht – schließlich kostet die 30-Minuten-Tour satte 100 PLN (immerhin 25 Euro!), je länger, je teurer.

Krakau 2016 (139 von 144)An der nordöstlichen Ecke des Rynek steht die Marienkirche mit ihren zwei unterschiedlichen Türmen. Warum unterschiedliche Türme? Naja, der Sage nach wurde sie von zwei Brüdern als eie Art Wettstreit erbaut. Da der ältere der beiden nicht nur schneller sondern offensichtlich auch unschön eifriger war, erstach er den jüngeren auf die Schnelle, damit dieser nicht höher bauen konnte. Angeblich gibt es das Tatwerkzeug heute noch in den Tuchhallen zu sehen…

Noch bemerkenswerter und wie ich finde stilprägender ist aber das, was man zu jeder vollen Stunde aus dem höheren Turm hört. Dort öffnen sich nämlich zu jeder Stunde die Fensterflügel und ein Trompeter spielt in jede der vier Himmelsrichtungen eine kurze Melodie. Bei der letzten Himmelsrichtung bricht er mitten im Lied ab. Warum? Bereits seit dem 14. Jahrhundert läutet ein Feuerwehrmann zu jeder vollen Stunde die Stundenglocke von Hand und spielt das Krakauer Trompetensignal „Hejnał“ in alle vier Himmelsrichtungen. Im Jahr 1241 griffen die Mongolen (die man damals noch Tartaren nannte) die Stadt an und der Wachturmbläser alarmierte mit dem Wachsignal (erfolgreich) die Stadtbevölkerung. Dummerweise wurde er bei der vierten Himmelsrichtung von einem Pfeil der Angreifer tödlich getroffen – weshalb das Spiel abrupt abbrach. Daran wird nun jede Stunde erinnert.

(Die Hörprobe gibt´s auf Wikipedia)

Tuchhallen KrakauDie Tuchhallen an sich sind dagegen eher eine Enttäuschung. Man könnte auch sagen, sie sind ein Fake. Sie sind praktisch ein Shoppingcenter für polnischen Nippes – vom Ikonenbild über Fellpantoffel bis zu Bernsteinschmuck und Stofftierchen, in Ihnen befinden sich Unmengen Souvenirlädchen. Wer also unbedingt „typische“ Mitbringsel braucht…

Viel mehr muss ich an dieser Stelle über den Marktplatz garnicht erzählen – sonst sprengt das hier den Rahmen. Wichtig zu wissen ist nur: Er ist voll. Immer. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Es lohnt sich also durchaus, sich einfach nur in eines der Restaurants zu setzen und zuzuschauen – sei es den Straßenkünstlern, den Touristen oder einfach nur dem geschäftigen Treiben auf dem Platz. Damit alleine kann man Stunden verbringen.

Rynek Glowny – der große Marktplatz


Tipp: Nicht gerade typisch polnisch – gibt es dafür aber auch nur hier in Polen: Sioux Steakhouse. Wer Lust auf Fleisch in gemütlicher Westernatmosphäre hat, der kann bei Sioux am Rynek leckere Steaks und Burger von Kellnern in Holzfällerhemden serviert bekommen. Der Preis ist moderat, die Qualität stimmt, alle sprechen Englisch. Nicht außergewöhnlich, aber man weiss was man bekommt – falls die Berührungsängste mit der polnischen Fremde doch ein wenig zu groß sind. Schade, dass es die Cowboysternchen aus Brot zum Knabbern vorneweg nicht mehr gibt… Mehr Infos zu Sioux gibt es hier.


Krakau Altstadt

Die Altstadt von Krakau = Italienisches Flair und Wiener Kutschenromantik

Um den Rynek herum befindet sich die eigentliche Altstadt von Krakau. Flanierstraßen wie die Florianska, enge mittelalterliche Kopfsteinpflasterstraßen, Geschäfte, Kirchen, Festungsanlagen, Cafes, Bars, Restaurants… Man kann eigentlich zwei bis drei Tage nur damit verbringen, durch die Straßen der Altstadt zu schlendern und mit offenen Augen die Stadt und ihren Vibe in sich aufzusaugen. Ich war ja jetzt schon ein paar mal da und selbst ich habe noch nicht alles gesehen und finde noch nicht alles auf Anhieb wieder (es ärgert mich immer wieder, dass ich diese Bar in der es NUR eine Sorte Wodka und eine Sorte Bier und Kartoffeln und Heringe gibt nicht mehr finde… beim nächsten Mal!).

Gibt es etwas, was ihr jedenfalls gesehen haben müsst? Alles!

Um euch das ganze etwas näher zu bringen habe ich hier mal eine kleine Auswahl an Bildern zusammengefasst:


Booking.com


Der Wawel – Könige, Drachen und eine prima Aussicht

Wawel - Krakau

Ein Muss. Die alte Königsburg auf dem Wawelhügel am Ende der Planty und Altstadt. Hier liegen die polnischen Könige begraben und unten im Fundament ist die Höhle des Drachen Smok, der es immerhin zum Wappentier von Krakau geschafft hat. Wie gesagt: Man muss da hin und auf den Wawel hoch. Aber man muss sich nicht unbedingt die Karten für die Führungen im Wawel kaufen (was bei dem Andrang garnicht so einfach ist, Schlangestehen früh morgens ist das Zauberwort…).

Krakau mit Weichsel vom Wawel aus gesehenDie Burganlagen, welche übrigens seit dem 18. Jahrhundert alle neu aufgebaut wurden und deswegen so neu aussehen, sind frei zugänglich und lohnen sich. Insbesondere die Aussicht auf die Weichsel, welche durch Krakau fließt, und die Stadt von oben sind fantastisch.

Wer etwas mehr über den Wawel, die Historie und das Drumherum wissen möchte, der kann ja mal HIER einen Blick drauf werfen. Bei der Gelegenheit doch gleich mal wieder ein kleiner kulinarischer


TippOben im Wawel gibt es einen kleinen Kiosk mit einem kleineren Biergarten (Achtung: Nicht das Restaurant, sondern das auf dem großen Platz im Freien!). Dort lässt es sich bei gutem Wetter hervorragend sitzen und bei einem Bierchen dem Treiben in der Sonne zuschauen. Wenn es sehr warm ist gilt die Empfehlung erst recht, da oben weht nämlich immer etwas Wind.


Hier das ganze in Bildern – der Wawel:

Kasimierz – jüdische Tradition und Bars, Bars, Bars…

Wahrscheinlich JEDER von euch kennt Krakau bereits – aber kaum einem ist es bewusst. Wie das? Nun ja – ich denke jeder von uns hat zumindest einmal im Leben bereits „Schindlers Liste“ gesehen. Der gesamte Film spielt in Krakau. Die Fabrik Schindlers ist heute ein Museum, die geretteten Juden lebten alle im Krakauer Ghetto.

Kasimierz - KrakauAuch heute gibt es in Krakau eine sehr große jüdische Community – was für mich als Besucher jedes Mal auf´s neue unheimlich interessant ist. Vor allem der Stadtteil Kasimierz, der sich auf der Karte unten rechts an die Altstadt anschließt, beheimatet eine Vielzahl von jüdischen Restaurants, Synagogen und Einrichtungen. Wer mit offenen Augen durch die engen Gassen von Kasimierz läuft, der sieht an jeder Ecke Hinweise auf jüdisches Leben – in jedem zweiten Türrahmen ist beispielsweise eine Mesusa eingelassen.

Kasimierz ist als Stadtteil größtenteils noch vor der Sanierung. Es ist noch etwas heruntergekommen und die Häuser sind noch grau und voller Graffiti. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen – vor allem am Wochenende! Hier ist jedes, wirklich jedes Haus eine Bar oder Galerie oder Club. Ich glaube, man bräuchte alleine ein halbes Jahr um einmal in jeder Bar gewesen zu sein. Bei täglichem Kneipengang.


TippWir waren montags morgens in Kasimierz unterwegs – da sollte man noch nicht wirklich trinken. Aber Frühstücken! Daher meine top-Frühstücks-Empfehlung für Krakau: Geht in die RestoBar Moment. Das Ambiente ist cooles 70er Jahre Vintage, die Musik entspannt und das Frühstück äußerst lecker. Der Service ist für Krakau ungewöhnlich schnell und zuvorkommend und spricht Englisch. Super lecker, super gut. Go there! 


Bye bye Krakau…

Alles hat ein Ende – auch unser Trip war leider nach drei Tagen schon wieder vorbei. Aber wir kommen wieder – schließlich warten noch Auschwitz, der Zoo, Zakopane und einiges andere darauf, besucht zu werden. Wann es soweit ist – schaun mer mal. Ich freu mich jetzt schon drauf!

Heimreise aus Krakau


Booking.com


Gallery „Krakau“

Hier noch einmal alle Bilder aus Krakau zum Durchstöbern:




Booking.com

Kaffee. Oder Caffé. Von mir aus auch Käffchen. „Mohrentrunk“ ist mittlerweile wohl politisch ziemlich unkorrekt, obwohl wir das allesamt seinerzeit noch im Musikunterricht alle gelernt haben. Whatever. Wir sind uns ja wohl alle einig, dass vermutlich 75% des gesamten Bruttosozialprodukts der westlichen Welt nur durch extensiven Kaffeekonsum aufrecht erhalten werden. Ein Büro ohne Kaffeemaschine ist faktisch undenkbar. Nicht existent. Fürchterliche Vorstellung. Es sei denn, man arbeitet direkt über einer Starbucks Filiale, aber das ist was anderes…

Wieso wir hier eine Nespresso – Kaffeemaschine testen…

Damit in meinem Büro in Heidelberg auch ordentlich gearbeitet werden kann stellt sich meinem Büropartner Matthias und mir natürlich die Frage: Wie hält man die Kaffeeversorgung aufrecht und erzielt dabei das optimale Geschmacks-, Preis-Leistungs- und Designerlebnis. Sprich: Welche Kaffeemaschine soll es sein. Was uns dabei erheblich in die Hände spielt: Das deutsche Verbrauchsgüterkaufrecht. Will sagen: Das mindestens 14tägige Rückgabe- und Widerrufsrecht beim Fernabsatz. Sprich noch mehr: Wir können alle Geräte mal bestellen und uns dann nach ausfürhlichem Praxistest entscheiden, ob wir sie behalten oder wieder zurücksenden. Moralisch eventuell verwerflich und schlecht für die Ökobilanz – aber das machen wir an anderer Stelle wieder gut, versprochen! Und weil wir die Geräte alle testen, können wir auch darüber berichten. Vieleicht nimmt das dem einen oder anderen ja die ganze Testarbeit dann ab…

Die Ausgangsbasis

Unsere Startposition ist folgende: Wir besitzen eine einfache Philips Senseo – Maschine mit großem Wassertank. Günstigstes Modell. Keep it simple. Läuft, funktioniert, Kaffee ist ok, Müllmenge gering. So viel dazu – einen Test des Geräts liefern wir eventuell nach. Wer nicht weiss, wovon wir reden – et voila:

Philips Senseo HD7810/60 Original Kaffeepadmaschine, 1-2 Tassen, schwarz

Warum wir wechseln wollen? Nun – es darf etwas ansehnlicher, die Kaffeeauswahl besser und die Wertigkeit von Kaffee und Maschine höher sein. Kurzum: Der Coolnessfaktor darf steigen.

Das Objekt: Krups Nespresso „citiz“ XN 730T

Um dem ganzen Vorschub zu leisten hat Matthias Nägel mit Köpfen gemacht und bei Amazon eine dieser Geroge Clooney – Maschinen für akzeptable 179 EUR bestellt. Um genauer zu sein – diese hier:

Krups XN 730T Kapselmaschine Nespresso New CitiZ&milk (1 L Wasserbehälter, mit Aeroccino3) titanium

Warum George Clooney? Darum George Clooney:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=f5QdLFip8iU]

Matthias packt die Nespresso Maschine ausVom freundlichen DHL-Boten durch freudig-hektisches Klingeln aus dem Tagestrott gerissen kommt das Teil dann in grau-neutraler Verpackung (erhöht die Spannung…) zwei Tage später an und los geht´s mit Auspacken!

Und schwuppdiwupp steht das gute Teil an Ort und Stelle und weil es schon spät abends ist und man kein Geschirr mehr spülen möchte läuft der erste Durchlauf mit heißem Wasser zur Reinigung in etwas so ab:

Nespresso vs. Pepsi

Die Beilagen – das Kleingedruckte in Italienisch

Neben der Maschine an sich liegt in so einem Paket ja auch noch einiges anderes. Und: Es sollen gewisse drin sein. Wir vergleichen also mal Soll und Ist. Es soll drin sein: Anleitung und Testkapseln. Es ist drin: Anleitung, schicker italienischer Prospekt (steigert das Wertigkeitsempfinden erheblich („uuuhhh – sogar die Unterlagen sind original italienisch…“). Fertig. Testkapseln? Fehlanzeige. Dickes Minus: Wenn Männer nach Ladenschlusszeiten neue Technik auspacken und sie nicht sofort probieren können – da sind Tränen vorprogrammiert…  Dislike und klarer Punktabzug.

Das Design

Da wir das Gerät also nicht testen konnten blieb uns nichts übrig, als es anzusehen. Und da muss man sagen – das schaut sich garnicht schlecht an! Kompakt, edles Finish in schwarz/Alu, einige polierte Elemente, aufgeräumtes Design. Passt. Das ist bürotauglich und kann auch da offen stehen, wo Kunden in Reichweite sind. Pluspunkt.

Die Premiere

Nun gut, wir haben es überlebt. Am nächsten Morgen gleich rüber zu Penny (denn die getrennt bestellten Kaffeekapseln wurden selbstredend noch nicht geliefert) und die dort verfügbaren Kaffeesorten für Nespressomaschinen gecheckt. Fazit: Bei Penny herrscht diesbezüglich das Aldi-Prinzip. Biete dem Kunden keine Auswahl, dann muss er sich nicht entscheiden. Also wird zum Test die einzig verfügbare Kaffeesorte käuflich erworben. Es handelt sich um folgendes Markenprodukt:

Jacobs Momente Lungo

Ich sage es gleich vorweg: Wir haben diese Kapeslsorte im weiteren Testzeitraum noch nachgekauft – das Zeug war nämlich erstaunlich gut und schlug im Geschmackstest die später eintreffenden Superkapseln! Like für die Kapseln von Jacobs! Dislike für die Verpackungsmenge – dazu aber später mehr…

Was einen im Büro als erstes interessiert: Wie lange braucht das Teil bis zum ersten Kaffee. Also hier der Test in Echtzeit – die Einschaltzeit:

Das Video ist Echtzeit – und die Einschaltzeit ist gefühlt ok. Kann schneller gehen, kann aber auch länger dauern. Senseo braucht gefühlt länger, von daher ist es eine Verbesserung und wir sind happy. Nun denn, wenn das Gerät dann schon mal an und betriebsbereit ist, dann auf in den Kampf!

KAFFEE IST FERTIG! 🙂

What about the Kaffee?

Was fällt auf? Der Kaffe sieht gut aus, hat akzeptable Crema und riecht schon mal gut.

Kaffee - Jacobs Lungo an Nespresso

Der hier für den Test verwendete „Jacobs momente lungo forte“ hält, was er verspricht: Solider, leckerer Kaffee. Nichts außergewöhnliches, aber voll im akzeptablen Rahmen.

Die Brühzeit des Kaffees ist – sieht man ja im Video – nicht unbedingt kurz. Das mag ja für eine Kaffeemaschine ein Qualitätsmerkmal sein, ich jedoch finde die Brühzeit hier aber etwas zu lang. Und: Das Design der Maschine zeigt hier erste Schwächen. Klappt man die mittlere Etage aus, dann passen nur noch kleine 100ml-Tassen zwischen Auslass und Standplatte. Klappt man sie ein, weil man den büroüblichen Kaffeebecher befüllen möchte, dann ergibt sich für den frisch gebrühten Kaffee eine „Fallhöhe“ von ca. 20cm bis in die Tasse. In dünnem Strahl. Das spritzt und kühlt den Kaffee unnötig herunter. Suboptimal. Bei der Senseo (Referenzmaschine???) lässt sich das ganze durch „Unterklemmen“ des Beschers vermeiden… Ein Minus mit Einschränkungen also – denn (siehe Video) mit den kleinen Tassen ist alles in Ordnung.

Die Füllmenge an sich ist mau – klassisch kleine Tasse, ein Becher wird nur zu ca. 1/3 gefüllt.

Den Milchaufschäumer, der am Gerät fest aufgebaut ist, haben wir auch getestet. Das Teil ist prima – er erhitzt die Milch automatisch und schlägt ordentlich Schaum. Perfekt für Cappuchino. Und – da hat das Ingenieursteam ganze Arbeit geleistet – das Schaumschlägerelement ist an der Teflonwanne per Magnet befestigt. Bedeutet: Es gibt keine Ritzen oder Kanten, in denen sich Milch festsetzen kann und Bakterienkolonien kleine Staaten gründen. Super zu Reinigen ist das ganze also. Prima!

Der Abgang

Der Kaffee ist getrunken, jetzt geht´s ans Aufräumen. Und jetzt kommt es fett: Müll. Müll, Müll, Müll. Das dickste Manko an dieser Maschine: Sie produziert jede Menge Müll. Und zwar keinen guten, sondern bösen. Leider.

Die Kapseln sind alle einzeln verpackt. Neben der Umverpackung bei Jacobs (siehe Bild oben) und der Umumverpackung (die Pappschachtel sehen wir jetzt mal noch als Wertstoff an) fällt mit jedem einzelnen Kaffee eine neue Kapsel für den Müll an. Das ganze fängt sich dann im Auffangbehälter der Maschine und wandert von dort aus in die Tonne.

Das ist unschön und schade. Das wollen wir nicht!

Aber wir geben nicht auf – und testen Alternativen: Gleich mitbestellt haben wir einen Satz Kapseln aus biologisch abbaubarem Material. Laut Packungsbeschreibung ist das biologisch abbaubarer Kunststoff, der angeblich in bakterienreicher Umgebung schwuppdiwupp die Blümchen düngt. Ob „schwuppdiwupp“ jetzt nur 5 Millionen Jahre statt wie bei normalem Kunststoff 7 Millionen Jahre oder eben doch nur 5 Wochen sind, haben wir nicht getestet – wir vertrauen da einfach mal der Packung… (die immerhin war aus Recyclingpapier). Das ganze hat aber einen Haken: Uns hat der Kaffee aus den Biokapseln nicht geschmeckt. Kannst’e machen nix – musst’e kucken in die Röhre! Oder die wiederbefüllbaren Kapseln kaufen. Haben wir auch – haben wir gelassen. Diese Dinger sind so klein, dass jedes Befüllen eine ziemliche Sauerei gibt. Macht keinen Spaß – lassen wir sein.

Fazit

Die Nespresso – Maschine ist eine hübsche und funktionelle Kapeslmaschine mit nach unserer Auffassung eingeschränkter Bürotauglichkeit. Bis sagen wir drei Kaffee am Tag ist die Maschine prima und empfehlenswert. Ab drei Kaffee am Tag sagt unser ökologisches Verantwortungsbewusstsein NEIN! Die entstehende Müllmenge ist einfach zu groß, das ist ein „no-go“. Sorry Krups, sorry Nespresso. Wer also selbst nur mäßig Kaffee trinkt, das aber in schön haben mag, der soll zuschlagen. Wer das Gerät ins Büro stellen und ab und an seinen Kunden einen Kaffee servieren möchte, der sollte auch kaufen – das Ding ist stylish und die Kaffeeauswahl ist groß.

Krups XN 730T Kapselmaschine Nespresso New CitiZ&milk (1 L Wasserbehälter, mit Aeroccino3) titanium

Wer mit der Maschine den Kaffeebedarf des Büros decken mag, der sollte lieber nicht kaufen und mal abwarten, was wir hier demnächst noch so alles in der Pipeline haben. Da findet sich bestimmt noch etwas, was besser geeignet ist und die Umwelt weniger belastet…

 

Wittkoop || Photo by Tim WullbrandtBock auf Burger?

Rechtzeitig zum Ende unserer Mannheimer Zeit haben wir beschlossen, Euch an unseren (kulinarischen) Erfahrungen mit der kurpfälzer Multikultistadt zu teilen. Kapitel 1:

Wittkoop in den Quadraten.

Glücklicher Weise nur knapp 50 Meter (weiter hätte es auf dem Rückweg auch nie sein dürfen, so satt wie man danach ist…) von meinem bisherigen Büro entfernt findet Ihr den kleinen stylishen Burgerladen in M7, 11, praktisch direkt auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle Kunsthalle (vom Hauptbahnhof kommend zum Wasserturm auf der linken Seite, Wegbeschreibung siehe unten). Wenn jemand von Euch mal von einem Kumpel dorthin geschleift wird, aber selbst keine Lust auf Burger oder Salat (haben die auch, habe ich aber noch nie probiert) hat – kein Problem! Glücklicher Weise teilt sich Wittkoop die selben Räumlichkeiten mit Koeripike, wo es leckere (sau)scharfe Currywurst und Schnitzel mit Pommes gibt. Dazu jedoch womöglich bald mal mehr.

Mischung aus Containerhafen und Jagdhütte

Wer also die Tür rein rechts in Richtung des Frachtcontainers abbiegt, der wird – wenn er geübt ist – erstmal einen Blick durch den Raum nebst „Wintergarten“ schweifen lassen auf der Jagd nach einem freien Tisch. Denn: Während zu den „Zwischenzeiten“ immer was frei ist kann es zu den Stoßzeiten (mittags ab 12 und abends ab 18 Uhr) passieren, dass innerhalb von 5 Minuten alles voll ist. Das Interieur ist eine wilde Mischung aus maritimen Elementen (Frachtcontainer als Wand), Ami-Steakhouse-Chic (Bullenkopf an der Wand) und klassischer Tradition (Bären- und Jagdszenentapete). Perfekt abgestimmt. Ich mag´s!

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins… Einen Hans Albers bitte!

Ist der Platz erspäht (und nach guter alter deutscher Tradition mit ner Jacke „reserviert“) geht´s an das Eingemachte: Essen! Bevor jemand fragt: 1. vor zur Theke und bestellen, 2. bezahlen, 3. Pieper mitnehmen und hinsetzen, 4. Burger vorne selbst abholen wenn der Pieper – naja – piept (ehrlich gesagt vibriert er…).

Euch erwartet eine breite Palette an Burgern mit oder ohne Fleisch zur Auswahl, die alle passender Weise (genau wie die Salate) ihren eigenen Namen tragen. Die Burger gibt es jeweils auch als kleines oder großes (einfach nur ein paar Pommes und Fleisch mehr) Menü mit Pommes. Alles wird frisch und sichtbar (offene Kochstation) vor Euren Augen zubereitet. Wer sich schon einmal geistig darauf vorbereiten möchte – hier ist der Link zur Speisekarte. Zum Menü gehört ein Getränk nach Wahl aus dem linken Kühlschrank („linker Hafen“), der „rechte Hafen“ kostet Aufpreis, bietet dafür aber auch lustig-leckere Indie-Brausen und sowas. Meine Meinung: Linker Hafen reicht, da gibt es neben Cola, Fanta und den üblichen Verdächtigen auch drei Sorten Astra-Bier – was will der gemeine Flachlandmatrose mehr?

Hast’e mal ’ne Mark?

Watt kost‘ der Spaß? Round about knapp 10 Euro legt man für das Menü hin. Ist es das wert? Das Essen ist frisch und frisch gemacht, es ist lecker, es ist viel, es macht Spaß – also JA! Wer öfter kommt sollte sich eine Burgerkarte zulegen – dann gibt es irgendwann mal einen umsonst (wenn man sie nicht so wie ich dauernd vergisst…).

Watt? Wer bist Du denn…?

Service? So weit man den erwarten kann (ist ja schließlich Selbstbedienung) alles top. Die Jungs sind immer nett und kümmern sich (da bekommt der Tourist auch mal im vollen Mittagsbetrieb die Karte erklärt 🙂 ), wer Fragen hat bekommt seine Antworten. Ich hatte einmal eine Beanstandung – und einige Minuten später anstandslos ein neues frisches Essen auf dem Teller.

Was Mutti noch wusste…

Mein Tip: Frittensoße! Wer Pommes bekommt wird gefragt, ob er Ketchup, Mayo oder die Wittkoop’sche Frittensoße möchte. Nehmt die Frittensoße! (Es soll schon Leute gegeben haben, die sich nur diese Soße im Töpfchen mit nach Hause genommen haben…)

Ich hab‘ keine Zeit!

Macht nix – man kann alles auch zum Mitnehmen bekommen. Mein Verbesserungsvorschlag: Telefon oder besser noch eine Möglichkeit zum online Bestellen (Damit man nicht im Laden warten muss).

Fazit

Die Burger sind weit weg von diätisch – aber sau lecker! Abends vor dem Feiern einen Burger mit Pommes und ein Astra dazu – Perfekt! Traurig. ja das bin ich wirklich. Denn demnächst werde ich wohl nur noch selten in den Genuss der leckeren Burger kommen, da ich ja dann nicht mehr in Mannheim gegenüber sondern in Heidelberg arbeite. Da werde ich glatt wehmütig… aber was ist das denn? Was seh ich da…?! Tadaaaa: Wittkoop gibt’s auch in Heidelberg (im alten Hallenbad)! 😀

Saustark!


 

Facts:

Öffnungszeiten
Mo - Do: 11:30 bis 22:00
Fr - Sa: 11:30 bis 00:00
Sonntag: 12:00 bis 22:00

Feiertag wie Sonntag
Keintag ist Ruhetag

Adresse
Wittkoop Børger Høkers
Quadrat M7, 11
68161 Mannheim

Webseite

[googlemaps https://www.google.com/maps/embed?pb=!1m14!1m8!1m3!1d2592.0779728967623!2d8.4721345!3d49.4830341!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x4797cc1f7e38f8ef%3A0xb9a441cab02c5a7d!2sM7+11%2C+68161+Mannheim!5e0!3m2!1sde!2sde!4v1420486228996&w=600&h=450]