Best of Raps

Allergiker aufgepasst – jetzt kommt Raps!

(Nussloch / Baden-Württemberg | Brunnenfeld || Fujifilm X30)

Wir waren nach Feierabend noch paar Minuten an der frischen Luft. Irgendwie sind wir auf den Philosophenweg geraten. Da ich dieses kitschig-klassische Foto noch nicht in meiner Sammlung hatte, bittesehr:

Heidelberg vom Philosophenweg aus

Streets of Krakow

Bei unserem letzten Trip nach Krakau diesen April sind einige Bilder entstanden, die nicht unbedingt in die Kategorie „Urlaubsfotos“ passen – sondern eher klassische Streetphotography sind. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten, also bitteschön:

Streetphotography aus Krakau


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Kutsche in Krakau (Tim Wullbrandt)

Endlich wieder Krakau! Während ich bis vor einigen Jahren noch regelmäßig zwei Mal pro Jahr in Krakau war, habe ich die letzten fünf Jahre nun abstinent gelebt. Jetzt endlich bot sich dank eines unschlagbaren Angebots von Travelbird einmal wieder die Chance, für drei Tage meinem geliebten Krakau „Hallo“ zu sagen. Also: Gebucht, gepackt und ab dafür. Warum ich jedem dringend empfehle, auch mal für ein paar Tage nach Krakau in Polen zu Fliegen, habe ich Euch hier anhand einiger Bilder und Tipps und Tricks beschrieben.

Endlich wieder Krakau – ein Reisereport in Bildern und so

Krakau - Rynek (Marktplatz und Tuchhallen)Polen an sich ist schon einmal ein eher ungewöhnliches Reiseziel. Wer keinen irgendwie gearteten Bezug zu unserem Nachbarland hat, der wird selten auf die Idee kommen, dort seinen Urlaub zu verbringen. Wäre ich wohl auch nicht, wenn ich nicht bereits vor Jahren einen Bezug dorthin bekommen hätte – zufälliger Weise auch noch direkt nach Krakau. Ich erinnere mich noch an meine erste Ankunft damals vor ich glaube 8 Jahren auf dem Flughafen von Krakau. Wer seinerzeit einen Flug mit Zwischenstopp in Warschau buchte (was günstiger war), der kam im Domestic-Terminal für die Inlandsflüge an. „Lagerhalle“ hätte besser gepasst als „Terminal“. Dann noch die 30-minütige Bummelzugfahrt in die Stadt, vorbei an runtergekommenen Industriegrundstücken. Das Bild war perfekt. Dann kam ich in der Stadt an – und bis heute nicht mehr los. Warum?

Die Formalitäten – Unterkunft in und Anreise nach Krakau

Bevor Ihr Bilder zu sehen bekommt klären wir erst das nötige. Anreise und Unterkunft. Okay?

(Bei allem, was ich hier schreibe, gebe ich eigene Erlebnisse wieder und nichts aus Reiseführern kopiertes – wer aus Reiseführern lernen will, der sollte hier mal schauen und sich einen aussuchen.)

Wie kommt man hin?

Flüge nach KrakauDas einzig vernünftige ist der Flieger. Keine Ausrede. Es gibt eine Bahnverbindung, die braucht aber über einen halben Tag von Deutschland aus. Und mit dem Auto seit ihr fast genau so lang unterwegs (knapp 10 Stunden ab Heidelberg). Also: Flieger. Sowohl ab Frankfurt (Main) und Stuttgart dauert die Flugzeit nur knapp über eine Stunde und es gehen diverse Flüge pro Tag nach Krakau.

Achtung: Flughafen ist nicht gleich Flughafen! Wenn Ihr einen Flug nach Krakau buchen wollt und freut Euch gerade über ein super Schnäppchen – dann schaut mal, zu welchem Flughafen Euch das Schnäppchen bringt. Vor allem die Billigflieger landen nicht in Krakau, sondern in Kattowitz – was ca. 90 Kilometer entfernt ist. Meine Empfehlung: Lieber einige Euro mehr investieren und dafür direkt in Krakau  – Lotnisko (John Paul IInd – Airport) landen.

Krakau - Bahnhof am FlughafenVom Flughafen aus kommt Ihr mittlerweile super bequem mit dem Zug in die Innenstadt. Der Bahnhof am Flughafen ist nigelnagelneu und ihr kommt vom Gate direkt durch eine Überführung an den richtigen Bahnsteig. Die Zugfahrt kostet pro Person 8 PLN. Der richtige Zug ist der in Richtung Wieliczka – Euer Ziel ist Krakow-Glowny (Hauptbahnhof)


TIPP: In der Ankunftshalle des Flughafens steht ein Ticketautomat für die Zugtickets, der auch Englisch und Deutsch kann. Wenn Ihr kein Polnisch könnt, dann die Tickets hier direkt kaufen statt sich später mit dem Schaffner auseinandersetzen zu müssen (der sicher kein Deutsch spricht)!


Wo bleibt man – die Unterkunft

Wenn man schon mal da ist, dann muss man (auch wenn man stark Feiern kann…) irgendwo Schlafen. Krakau bietet da etwas für jeden Geldbeutel – vom Luxushotel bis zum billigen Hostel. Mein Budget war schon immer eher knapp, daher haben wir immer günstig gewohnt – und immer super gut!

Während es die letzten Jahre immer Ferienapartments von Antique Apartments waren, haben wir dieses mal (als Pauschalpaket bei Travelbird, zusammen mit dem Flug ab Stuttgart) im Bed & Breakfast „Angel House 2“ gewohnt. Ich sag mal so: Cool. Super Lage, das Zimmer war klein aber schön und zweckmäßig, modern eingerichtet und das Bad war top (sauber!). Was will man mehr? Also: Volle Empfehlung meinerseits.

Unsere Unterkunft: Angel House 2 (Bed&Breakfast):


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Tipp: Wenn Ihr auf der Suche nach Eurer Unterkunft seit – sucht nicht blind nach einem großen Hotel mit Schildern, Fassade und Lobby! Die meisten B&Bs oder Ferienwohnungen und Hostels bestehen aus einer Etage in ganz „normalen“ Stadthäusern – achtet also auf die kleinen Schilder am Eingang der Häuser!


Tipps für die Rückreise

Dummer Weise haben die meisten Urlaube ein Ende und mann muss wieder zurück. Daher hier ein paar Tipps (Stand 20.4.2016) für den Rückflug:

Zug zum Flug in KrakauAm besten geht es zurück zum Flughafen wieder mit dem Zug ab Krakau Glowny. Der Hauptbahnhof liegt nicht nur direkt neben der Galeria Krakowska (sensationell tolles Shoppingcenter…), sondern er ist mit der Galeria auch direkt unterirdisch verbunden. Ideal also, um in die Galeria rein, unten bei Starbucks vorbei 🙂 auf den Bahnsteig zu gehen. Tickets gibt es auch hier am Automaten in der nigelnagelneuen Bahnhofsanlage.

Der Zug zum Flug fährt auf Gleis 3 in Richtung Krakow-Lotnice.

Krakau 2016 (47 von 144)Am Flughafen selbst wird es derzeit (wie gesagt: April 2016) etwas verwirrend, da zwar das Boarding und die Sicherheitskontrollen im schönen neuen großen Terminal stattfinden – der Check-In und die Gepäckabgabe aber im „alten“ Terminal 1. Wer also derzeit zurückflicgt, der muss erst in das alte Terminal, sich dort seinen Check-In-Schalter suchen und das Gepäck loswerden und dann in das neue Terminal wechseln um dort einzusteigen. Achtung: Nur etwa jede dritte Durchsage im Flughafen wird auch auf Englisch wiederholt. Man ist halt doch in Polen und darf als Tourist dankbar sein, dass man überhaupt da ist 😉

Welcome to Krakow

Krakau 2016 (2 von 144)Wer zum ersten Mal nach Krakau kommt und (wie wir) am Hauptbahnhof seinen ersten Fuß in die Stadt setzt, der landet zunächst einmal (wenn er nicht durch den Tunnel nach unten in die Galeria Krakowska entschwindet) in einem Bahnhofsausgang, der ein wenig an eine Mischung aus Wien und Berlin zur Kaiserzeit aussieht. Von hier aus geht es dann erst einmal auf den großen glatten Vorplatz zwischen altem Hauptbahnhof und Galeria Krakowska.


Tipp: Der Busbahnhof befindet sich hinter dem Hauptbahnhof. Wer also auf eigene Faust einen Ausflug in die Berge nach Zakopane oder nach Auschwitz machen möchte, der startet dort.


Krakau - Galeria Krakowska

Galeria Krakowska

Bei meiner ersten Ankunft vor Jahren in Krakau bekam ich direkt beim Betreten der Galeria Krakowska einen Kulturschock. Während ich mir seinerzeit (2008) den polnischen Osten noch im Stil der Deutschen Welle a la „Switch“ („Buuuunt. Uuund in Faaaarbä…“) verstellte, war der Anblick dieses Shoppingparadieses der absolute Wahnsinn. Ich sage nur so viel: Damals gab es dort bereits Pull&Bear, Reserved, CCC, Humanic und Co im Überfluss, während das in Deutschland noch niemand kannte.

Eins vorweg: Billig Einkaufen ist nicht! Polen ist nicht Tschechische Grenze und vor allem nicht in Krakau. Nahezu alle Konsumgüter kosten genausoviel wie in Deutschland oder sogar etwas mehr. Günstig wird es nur dann, wenn ihr in individuellen kleinen Läden einkauft und der Wechselkurz zum Zloty (PLN) gut ist. Derzeit ist er etwa bei 1 EUR zu 4 PLN – also gut. Günstig wird es aber, wenn ihr Ware plus Dienstleistung kauft – Masskonfektion kann sich also tatsächlich lohnen.

Die Planty – der grüne Ring um die Krakauer Altstadt

Wer sich vom Konsum losgerissen oder diesen mutig rechts liegen lassen hat, der läuft erst einmal durch eine große (und volle) Unterführung durch und landet in etwa hier:

Planty Krakau

Die Planty (Planten) sind ein insgesamt knapp 4 Kilometer Grüngürtel / Park, welche die gesamte Altstadt umgibt. Alles ist als Park angelegt mit massenweise Bänken, Blumenbeeten, Pavillons, Gaslaternen etc.. Die Krakauer leben praktisch in dieser Parkanlage – man Bummelt, Flaniert, sitzt stundenlang plaudernd auf einer der Bänke und genießt den Tag. Am Wochenende bei schönem Wetter gibt es kaum etwas schöneres und entspannenderes, als der Spaziergang durch die Anlage. Und wer hat´s erfunden? Die Ösis natürlich! Im 19. Jahrhundert war Krakau unter österreichischer Besatzung und die Besatzer waren der Auffassung, dass der Stadt etwas mehr Wien und etwas weniger Provinz bessert stehen würde. Man kann also sagen: Alles richtig gemacht!


Tipp: Mein Absolutes Lieblingscafe in Krakau – ohne mindestens einen Besuch dort fahre ich nicht wieder heim! Das Bunkier Cafe – direkt an den Planten. Schöner und entspannter kann man (wie ich finde) nicht auf alten klapprigen Holzstühlen sitzen und ins Grüne schauen. Bei gutem Wetter wird die Plexiglasfront geöffnet und man sitzt im Freien. Das Publikum beinhaltet vom Studenten über Familien mit kleinen Kindern bis zu Senioren alles. Man bekommt auch alles – vom Frühstück früh morgens bis zum Cocktail mitten in der Nacht. Das Bunkier ist eine der wenigen Locations, in denen es „Tank-Bier“ gibt. Fass war gestern – wer vorne mit dabei sein will, der baut sich einen Tank in den Keller! Ich liebe es! 


Der Rynek – Das Herz von Krakau

Wer hier zum ersten mal ankommt, den zieht es (wenn er nicht sowieso auf dem Weg zum Hotel dorthin muss) meistens als erstes in die Altstadt. Das ist verständlich – der Rynek Glowny (große Marktplatz) mit seinen Tuchhallen ist so ziemlich das bekannteste, was die Stadt an Motiv zu bieten hat. Der Rynek ist der größte mittelalterliche Marktplatz Europas und das Herz der Stadt. Hier befinden sich praktisch in jedem Haus ein bis drei Restaurants und nochmal so viele Bars und Cafes. Wenn nichts geht – hier geht was.

Rynek Glowny - Tuchhallen - Krakau

Wer beim Anblick dieses Bilds jetzt denkt „Oh, eine Hochzeit – wegen der Kutsche“, der irrt sich. Diese Kutschen findet man in ganz Krakau zu Hauf. Sie „parken“ alle um den Rynek herum und buhlen um Touristen für Stadtrundfahrten. Für verliebte Touristenpäärchen und fotogeile Asiaten ein Muss. Für uns nicht – schließlich kostet die 30-Minuten-Tour satte 100 PLN (immerhin 25 Euro!), je länger, je teurer.

Krakau 2016 (139 von 144)An der nordöstlichen Ecke des Rynek steht die Marienkirche mit ihren zwei unterschiedlichen Türmen. Warum unterschiedliche Türme? Naja, der Sage nach wurde sie von zwei Brüdern als eie Art Wettstreit erbaut. Da der ältere der beiden nicht nur schneller sondern offensichtlich auch unschön eifriger war, erstach er den jüngeren auf die Schnelle, damit dieser nicht höher bauen konnte. Angeblich gibt es das Tatwerkzeug heute noch in den Tuchhallen zu sehen…

Noch bemerkenswerter und wie ich finde stilprägender ist aber das, was man zu jeder vollen Stunde aus dem höheren Turm hört. Dort öffnen sich nämlich zu jeder Stunde die Fensterflügel und ein Trompeter spielt in jede der vier Himmelsrichtungen eine kurze Melodie. Bei der letzten Himmelsrichtung bricht er mitten im Lied ab. Warum? Bereits seit dem 14. Jahrhundert läutet ein Feuerwehrmann zu jeder vollen Stunde die Stundenglocke von Hand und spielt das Krakauer Trompetensignal „Hejnał“ in alle vier Himmelsrichtungen. Im Jahr 1241 griffen die Mongolen (die man damals noch Tartaren nannte) die Stadt an und der Wachturmbläser alarmierte mit dem Wachsignal (erfolgreich) die Stadtbevölkerung. Dummerweise wurde er bei der vierten Himmelsrichtung von einem Pfeil der Angreifer tödlich getroffen – weshalb das Spiel abrupt abbrach. Daran wird nun jede Stunde erinnert.

(Die Hörprobe gibt´s auf Wikipedia)

Tuchhallen KrakauDie Tuchhallen an sich sind dagegen eher eine Enttäuschung. Man könnte auch sagen, sie sind ein Fake. Sie sind praktisch ein Shoppingcenter für polnischen Nippes – vom Ikonenbild über Fellpantoffel bis zu Bernsteinschmuck und Stofftierchen, in Ihnen befinden sich Unmengen Souvenirlädchen. Wer also unbedingt „typische“ Mitbringsel braucht…

Viel mehr muss ich an dieser Stelle über den Marktplatz garnicht erzählen – sonst sprengt das hier den Rahmen. Wichtig zu wissen ist nur: Er ist voll. Immer. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Es lohnt sich also durchaus, sich einfach nur in eines der Restaurants zu setzen und zuzuschauen – sei es den Straßenkünstlern, den Touristen oder einfach nur dem geschäftigen Treiben auf dem Platz. Damit alleine kann man Stunden verbringen.

Rynek Glowny – der große Marktplatz


Tipp: Nicht gerade typisch polnisch – gibt es dafür aber auch nur hier in Polen: Sioux Steakhouse. Wer Lust auf Fleisch in gemütlicher Westernatmosphäre hat, der kann bei Sioux am Rynek leckere Steaks und Burger von Kellnern in Holzfällerhemden serviert bekommen. Der Preis ist moderat, die Qualität stimmt, alle sprechen Englisch. Nicht außergewöhnlich, aber man weiss was man bekommt – falls die Berührungsängste mit der polnischen Fremde doch ein wenig zu groß sind. Schade, dass es die Cowboysternchen aus Brot zum Knabbern vorneweg nicht mehr gibt… Mehr Infos zu Sioux gibt es hier.


Krakau Altstadt

Die Altstadt von Krakau = Italienisches Flair und Wiener Kutschenromantik

Um den Rynek herum befindet sich die eigentliche Altstadt von Krakau. Flanierstraßen wie die Florianska, enge mittelalterliche Kopfsteinpflasterstraßen, Geschäfte, Kirchen, Festungsanlagen, Cafes, Bars, Restaurants… Man kann eigentlich zwei bis drei Tage nur damit verbringen, durch die Straßen der Altstadt zu schlendern und mit offenen Augen die Stadt und ihren Vibe in sich aufzusaugen. Ich war ja jetzt schon ein paar mal da und selbst ich habe noch nicht alles gesehen und finde noch nicht alles auf Anhieb wieder (es ärgert mich immer wieder, dass ich diese Bar in der es NUR eine Sorte Wodka und eine Sorte Bier und Kartoffeln und Heringe gibt nicht mehr finde… beim nächsten Mal!).

Gibt es etwas, was ihr jedenfalls gesehen haben müsst? Alles!

Um euch das ganze etwas näher zu bringen habe ich hier mal eine kleine Auswahl an Bildern zusammengefasst:


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Der Wawel – Könige, Drachen und eine prima Aussicht

Wawel - Krakau

Ein Muss. Die alte Königsburg auf dem Wawelhügel am Ende der Planty und Altstadt. Hier liegen die polnischen Könige begraben und unten im Fundament ist die Höhle des Drachen Smok, der es immerhin zum Wappentier von Krakau geschafft hat. Wie gesagt: Man muss da hin und auf den Wawel hoch. Aber man muss sich nicht unbedingt die Karten für die Führungen im Wawel kaufen (was bei dem Andrang garnicht so einfach ist, Schlangestehen früh morgens ist das Zauberwort…).

Krakau mit Weichsel vom Wawel aus gesehenDie Burganlagen, welche übrigens seit dem 18. Jahrhundert alle neu aufgebaut wurden und deswegen so neu aussehen, sind frei zugänglich und lohnen sich. Insbesondere die Aussicht auf die Weichsel, welche durch Krakau fließt, und die Stadt von oben sind fantastisch.

Wer etwas mehr über den Wawel, die Historie und das Drumherum wissen möchte, der kann ja mal HIER einen Blick drauf werfen. Bei der Gelegenheit doch gleich mal wieder ein kleiner kulinarischer


TippOben im Wawel gibt es einen kleinen Kiosk mit einem kleineren Biergarten (Achtung: Nicht das Restaurant, sondern das auf dem großen Platz im Freien!). Dort lässt es sich bei gutem Wetter hervorragend sitzen und bei einem Bierchen dem Treiben in der Sonne zuschauen. Wenn es sehr warm ist gilt die Empfehlung erst recht, da oben weht nämlich immer etwas Wind.


Hier das ganze in Bildern – der Wawel:

Kasimierz – jüdische Tradition und Bars, Bars, Bars…

Wahrscheinlich JEDER von euch kennt Krakau bereits – aber kaum einem ist es bewusst. Wie das? Nun ja – ich denke jeder von uns hat zumindest einmal im Leben bereits „Schindlers Liste“ gesehen. Der gesamte Film spielt in Krakau. Die Fabrik Schindlers ist heute ein Museum, die geretteten Juden lebten alle im Krakauer Ghetto.

Kasimierz - KrakauAuch heute gibt es in Krakau eine sehr große jüdische Community – was für mich als Besucher jedes Mal auf´s neue unheimlich interessant ist. Vor allem der Stadtteil Kasimierz, der sich auf der Karte unten rechts an die Altstadt anschließt, beheimatet eine Vielzahl von jüdischen Restaurants, Synagogen und Einrichtungen. Wer mit offenen Augen durch die engen Gassen von Kasimierz läuft, der sieht an jeder Ecke Hinweise auf jüdisches Leben – in jedem zweiten Türrahmen ist beispielsweise eine Mesusa eingelassen.

Kasimierz ist als Stadtteil größtenteils noch vor der Sanierung. Es ist noch etwas heruntergekommen und die Häuser sind noch grau und voller Graffiti. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen – vor allem am Wochenende! Hier ist jedes, wirklich jedes Haus eine Bar oder Galerie oder Club. Ich glaube, man bräuchte alleine ein halbes Jahr um einmal in jeder Bar gewesen zu sein. Bei täglichem Kneipengang.


TippWir waren montags morgens in Kasimierz unterwegs – da sollte man noch nicht wirklich trinken. Aber Frühstücken! Daher meine top-Frühstücks-Empfehlung für Krakau: Geht in die RestoBar Moment. Das Ambiente ist cooles 70er Jahre Vintage, die Musik entspannt und das Frühstück äußerst lecker. Der Service ist für Krakau ungewöhnlich schnell und zuvorkommend und spricht Englisch. Super lecker, super gut. Go there! 


Bye bye Krakau…

Alles hat ein Ende – auch unser Trip war leider nach drei Tagen schon wieder vorbei. Aber wir kommen wieder – schließlich warten noch Auschwitz, der Zoo, Zakopane und einiges andere darauf, besucht zu werden. Wann es soweit ist – schaun mer mal. Ich freu mich jetzt schon drauf!

Heimreise aus Krakau


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Gallery „Krakau“

Hier noch einmal alle Bilder aus Krakau zum Durchstöbern:




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Fuji X30 mit Yongnuo YN560 IV Blitz

Wer eine Fujifilm X30 Kompaktkamera sein Eigen nennt, der kommt womöglich früher oder später auf die Idee, diese früher oder später mal mit einem Aufsteckblitz zu versehen. Dann stellt sich also die Frage: Welcher Aufsteckblitz passt zur Fuji X30?

Welcher Aufsteckblitz passt zur Fuji X30?

IFuji X30 mit Yongnuo YN560 IVn diesem Moment hat man – wenn man Google vertraut – die Qual der Wahl zwischen diversen Blitzgeräten von Fuji bis Nissin. Preisspanne: 80 Euro aufwärts. Während man für DSLR-Kameras diverses Low-Cost-Zubehör findet, zeigt sich hier erst einmal nichts dergleichen. Da ich allerdings noch diverses Equipment, unter anderem Aufsteckblitze, meiner Canon hier liegen habe, kommt es doch mal auf einen Versuch an, ob das nicht auch funktioniert.

Yongnuo YN 560 IV Aufsteckblitz passt auf die Fujifilm X30

Ganz konkret habe ich mir einen meiner Yongnuo YN 560 IV – Aufsteckblitze geschnappt und ihn einfach einmal auf die X30 aufmontiert. Siehe da: Es funktioniert! Die Fuji X30 löst den Yongnuo-Blitz absolut korrekt über den Mittenkontakt im Blitzschuh aus. Die Yongnuos sind bei Amazon schon für unter 70 EUR zu haben und damit eine sehr preiswerte und qualitativ hochwertige Alternative zu den teuren Markenblitzen.

No TTL – just manuell

Fuji X30 mit Yongnuo YN560 IV BlitzEinziges Manko: TTL und Co funktionieren in dieser Kombination nicht. Die Yongnuo YN560er – Blitze sind voll manuell. Man muss also die Blitzintensität immer von Hand justieren, was jedoch keinerlei Problem darstellt.

Worauf man jedoch achten muss ist, die ISO-Einstellung der Kamera manuell zu regulieren. Da die Kamera den Blitz und dessen Einstellungen nicht erkennt erhaltet ihr keine korrekt belichtete Live-Vorschau und die Kamera weiss nicht, dass geblitzt wird. Wenn ihr im M-Modus der Kamera zwar Belichtungszeit und Blende geregelt habt, allerdings die ISO-Einstellung auf automatisch habt (mir gerade passiert), dann wird Euer Bild gnadenlos überbelichtet (die Kamera denkt ja, es wäre dunkel und knallt die ISO so weit wie möglich nach oben).

Fazit

Der günstige Yongnuo-Aufsteckblitz ist für die Fuji X30 eine super kostengünstige Alternative zu den teuren Markenblitzen. Wer „nur“ manuell Blitzen möchte und auf automatische Einstellung des Blitzes verzichten kann oder gar will, der ist mit den Yongnuo-Blitzen an der Fujifilm X30 gut beraten.

Hier der Link zu den Yongnuo YN 560 IV – Blitzen bei Amazon:

Timelapse - Tutorial

Timelapse (auf Deutsch und ganz klassisch „Zeitraffer“) – Videos sind derzeit „in“. Wer auf Youtube ein wenig von sich hält und seine Videos mit etwas Cinematografie spicken möchte, der baut meistens die eine oder andere Timelapse-Sequenz ein. Ist ja auch herrlich anzusehen. Wer allerdings keine Kamera besitzt, die eine automatische Timelapse-Funktion besitzt, der steht meist vor der Frage, wie er solche Videos trotzdem hinbekommen kann. Das erkläre ich Euch hier.

Timelapse – Videos aus Einzelbildern erstellen

Eine ganz brachiale Variante wäre, einfach eine lange Zeit zu filmen und dann später beim Editieren die Abspielgeschwindigkeit drastisch zu erhöhen. Nachteil dabei: Die ursprüngliche Videodatei wird riesig und es fehlt im optischen Eindruck der „Versatzeffekt“ der Einzelbilder. Die meisten Kameras sind darüber hinaus auch in der Aufnahmezeit so limitiert, dass nicht mehr als 30 Minuten am Stück gefilmt werden kann.

Schöner und in Bezug auf den Speicherplatz viel praktikabler ist es, das Timelapse-Video aus Einzelbildern zu erstellen. Dazu benötigt Ihr zunächst eine Möglichkeit, um bei gleich bleibenden Kameraeinstellungen eine ganze Zeitreihe immer gleicher Bilder aus der gleichen Position zu schießen.

Bildreihen mit Intervallfunktion oder Fernauslöser erstellen

Timelapse - TutorialIm besten Fall habt Ihr eine Kamera, die bereits eine Intervallfunktion für Bildreihen mitbringt. Ich habe beispielsweise gerade eine Fujifilm X30 zum Testen hier, welche eine super Intervallfunktion mitbringt. Ihr könnt einstellen, wie viele Bilder insgesamt geschossen werden sollen und in welchen Zeitabständen. Bei der X30 kann man den Beginn der Zeitreihe sogar timen – um sich beispielsweise schlafen zu legen und die Kamera automatisch den Sonnenaufgang fotografieren zu lassen. Sehr cool.

Wer dieses bequeme Vergnügen nicht hat, der kann sich (vor allem bei DSLR-Kameras) mit einem Fernauslöser behelfen, der eine Intervallfunktion mitbringt. Solche Funkauslöser gibt es bereits ab 30 Euro bei Amazon oder allen anderen Fotoartikelversendern, dieser hier, ein Kaiser Kabel-Fernauslöser, kostet beispielsweise aktuell knapp 50 Euro. Ich habe einen solchen Auslöser noch nicht getestet, das sollte aber funktionieren.

Welche Intervalle für Timelapse verwenden?

Jetzt stellt sich die Frage, welche Zeitintervalle bei den Bildern später ein ideales Timelapse-Video ergeben. Allgemein kann man sich an folgenden Richtwerten orientieren:

  • Wolken / Sonnenaufgang / Sonnenuntergang: ca. 5 – 15 Sekunden
  • aufgehende Knospen oder Blüten: ca. 30 – 60 Sekunden
  • Menschen auf Plätzen und in Straßen: ca. 1-5 Sekunden
  • Jahreszeiten oder Bauprojekte zwischen 1 Aufnahme pro Stunde bis 1 Bild pro Tag

Tim´s Tipp: Mit Stativ arbeiten

IFuji X30 auf dem Dachch empfehle Euch, Eure Bildreihen für Timelapse-Videos mit einem Stativ zu schießen. Zum einen stellt Ihr so sicher, dass das Bild und der Bildausschnitt immer gleich sind. Zweitens könnt Ihr die Kamera so sich selbst überlassen und müsst nicht dabei bleiben. Und drittens sind so ab und an bessere Perspektiven möglich. Ich beispielsweise habe das Timelapse-Video am Ende dieses Beitrags vom Dachfenster aus geschossen.

Was Ihr dafür braucht ist lediglich ein stabiles Klemmstativ / Gorillapod. Wie gesagt – es sollte ein gutes Stativ sein – zumindest so lange Ihr Eurer Kamera nicht hinterherklettern / springen / weinen möchtet…

Welche kostenlose Software zum Erstellen von Timelapse-Videos verwenden?

Jetzt geht es ans Eingemachte – wie macht Ihr aus Euren Bildreihen Videos? Ich persönlich nutze für den Mac die kostenlose Software Time Lapse Assembler. Über den Link kommt Ihr zur Webseite der Software und könnt sie dort downloaden. Ihr müsst nur den Ordner mit Euren Dateien (alle Bilddateien für das Video müssen in einem Ordner gespeichert sein) auswählen und könnt im Assembler dann noch das Videoformat, die Framerate und die Qualität auswählen. Fertig, einfacher geht es kaum.

Für Windows habe ich leider keine eigenen Erfahrungswerte – hier dürften aber als kostenlose Tools Picture2Avi oder VirtualDub in Frage kommen.

Fazit

Das war es dann auch schon. Ihr braucht nicht viel mehr als eines der oben vorgestellten kostenlosen Programme und eine Bildreihe. Ich habe heute beispielsweise eine kurze Reihe (120 Bilder) vom Sonnenuntergang vor meinem Dachzimmerfenster geschossen und mit TimeLapseAssembler zu einem Video verarbeitet. Das Ergebnis seht Ihr am Ende des Beitrags.

Viel Spaß beim Fotografieren und „Timelapsen“,

Euer Tim

(Dieses Video wurde aus Einzelbilder im Intervall 15 Sekunden erstellt / 24 fps)

(Dieses Video wurde aus Einzelbildern im Intervall 1 Sekunde erstellt / 24fps)

Christian und ich wir waren unterwegs in Heidelberg. Streetphotography machen. Was daraus geworden ist – bitte sehr:

Die Reiseführer für Krakau im Test

Krakau in Polen ist eine wunderschöne Stadt und ich kann jedem nur immer wieder eine Reise dorthin empfehlen! Warum? Weil Krakau alles bietet – jede Menge Kultur und Geschichte, Shopping, Bars, Cafes und Restaurants im Überfluss, Nachtleben, Lifestyle, Romantik, einfach alles. Um ehrlich zu sein so viel, dass man leicht den Überblick verliert. Aus diesem Grund – und weil ich in einigen Tagen wieder nach Krakau fliege – wollte ich mir einen klassischen Reiseführer zulegen. Ich kenne die Stadt, wollte aber mein Wissen um die Details so weit nötig wieder auffrischen. Doch welcher Reiseführer ist der richtige, der BESTE?

Was ist der beste Reiseführer für Krakau?

Versandhandel und Widerrufsrecht sind eine tolle Erfindung – ich habe drei Reiseführer bestellt und werde jetzt mal sehen, welcher mit auf die Reise darf und welche wieder zurück zu Amazon müssen. Zur Auswahl stehen

  1. Krakau MM-City: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps und kostenloser App.
  2. 100% Cityguide Krakau: Reiseführer inkl. kostenloser App + Extra Stadtplan
  3. Pocket Krakow (Lonely Planet Pocket Guide Krakow)

Zielgruppe: Wofür brauche ich den Reiseführer in Krakau?

Tests sind immer individuell. Was dem einen gefällt ist vielleicht genau das, was den anderen stört. Bei Büchern und Ratgebern um so mehr – schließlich lege ich auf andere Infos mehr Wert als ein Familienvater mit drei Kindern oder ein Rentnerpaar auf Luxusreise.

Ich kenne die Stadt und war bereits oft dort – zuletzt aber vor über vier Jahren. Ich will also mein Wissen über Geschichte und Bauwerke kurz und knackig (!) auffrischen, erfahren wie ich (zum ersten mal ohne polnischen Muttersprachler unterwegs) vom Flughafen in die City komme und wo ich am besten Essen und abends trinken kann. Ich bin drei Tage in der Stadt – wie kann ich meine Zeit dort am besten nutzen?

Es muss nicht luxuriös sein – aber gut. Ich will – zumindest samstags abends – in Nachtleben. Ich bin nicht lauffaul. Ich mag gutes Essen und polnisches Bier. Das sind meine Anforderungen, hier muss mir der Reiseführer helfen.

Der Reiseführer-Krakau-Test

Wozu ich den Reiseführer brauche und nutzen will, habe ich ja gerade schon beschrieben. Die drei zur Wahl stehenden Reiseführer werde ich bewerten nach

  • praktischem Nutzen bezogen auf Inhalt (Stadt, Geschichte, Sehenswürdigkeiten)
  • Qualität und Nutzen der Tips (Touren, Gastro, Hotels etc…)
  • Design
  • Ergonomie
  • Preis / Leistung
  • Bonus

Ganz eilige, die sich die einzelnen Punkte sparen möchten, können direkt hier zum Ergebnis des Tests springen.

Die technischen Details

Hier in Kürze die „technischen“ Details zu allen drei Kandidaten

Lonely Planet – Pocket Krakow

Autor: Mark Baker

160 Seiten, Größe 10,6 x 1,1 x 15,3 cm

aktuelle Auflage vom 1. Februar 2016

Preis: 10,00 EUR

 

100% Cityguide Krakau

Autor: Dennis de Vries, Verlag Mo Media

92 Seiten, Größe 12,4 x 1,2 x 18 cm

Aktuelle Auflage vom 1. September 2015

Preis: 11,99 EUR

 

Krakau MM-City

Autor: Jan Szumant / Magdalena Niedzielska-Szumant, Verlag Miachael Müller

288 Seiten, Größe 12,1 x 2,5 x 19 cm

Aktuelle Auflage vom 7. Januar 2015

Preis: 17,90 EUR

Der Inhalt

Fangen wir mit dem dünnsten an – der 100%-Guide. Dieser verspricht – zumindest dem Titel nach – 100% Krakau. Halten tut er – zumindest dem möglichen Inhalt nach – meines Erachtens 30-40% (was nicht schlecht sein muss!). Das Buch ist faktisch in vier Kapitel unterteilt – drei für die Stadtviertel Altstadt, Kasimierz und Podgorze plus Kapitel vier zu Auschwitz und der Wieliczka (also beides ausserhalb). Die Kapitel zu den Stadtteilen orientieren sich an je einem Spaziergang durch das Viertel, der anhand einer Karte mit Legende beschrieben wird. Die Dauer wird jeweils mit ca. 3 Stunden angegeben und der Karte nach kann ich sagen, dass diese Spaziergänge in der Tat das Wesentliche plus ein bisschen mehr – also genau das richtige abdecken. Zur Geschichte, den Sehenwürdigkeiten und den Einkehrmöglichkeiten gibt es jeweils kurze Erklärungen. Man erfährt beispielsweise, wer wann die Wawel-Burg gebaut hat, wer darin im großen und ganzen lebte und was es zu sehen gibt. Punkt. Man erfährt nicht, dass sie siebte Cousine des Erzherzogs von Warschau anno 1645 einen Spaziergang durch die Räume eins bis drei bei gutem Wetter machte. Auf´s Notwendige reduziert.

Lonely Planet ist ein wenig kleiner – aber auch dicker. Steht deshalb mehr drin? Wenn der 100%-Guide 30-40% Krakau abbildet, dann liegt der Lonely Planet Pocket-Guide bei 40-50%. Keine langen Texte und ausschweifende Erklärungen, dafür Hinweise und Infos zu so ziemlich jeder Sehenswürdigkeit und jeder halbwegs bedeutenden Bar / Cafe / Gallerie. Pluspunkt: Der Stadtdrache „Smok“ hat einen eigenen Abschnitt 🙂 Der Lonely Planet – Guide ist mehr wie ein klassischer Reiseführer aufgebaut: Auch hier hat jedes Stadtviertel sein Kapitel mit Abschnitten zu Sehenswürdigkeiten, Bars, Cafes, Shopping etc., allerdings bekommen hier auch West-Krakau und der Wawel-Hügel ihre eigenen Kapitel. Im Vergleich zum 100%-Guide gibt es hier mehr einzelne Infos und Details. Alles drin, bunt und knackig.

Zu guter Letzte: MM-City Krakau. Boten die beiden Guides vorher insgesamt 30 – 50% Krakau – der MM-Cityguide Krakau bietet 110%. Klein gedruckt und pickepacke voll erfährt man hier auch noch, welche Prinzessin für die Innenausstattung der Gästezimmer in der Wawel-Burg verantwortlich war und das die Margaretenkapelle im 16. Jahrhundert für die Opfer der Pest errichtet wurde. Das ganze wird erläutert anhand von insgesamt 14 Touren durch Krakau plus einem Kapitel zu Ausflügen rund um die Stadt. Der klassische Reiseführer mit Informationsoverkill.

Die Tipps und Infos

Tipps und Infos in einem Reiseführer hören sich immer gut an – vor allem für den, der die Stadt noch nicht kennt. Wer sie kennt kann vergleichen. Also los.

Wir beginnen, wo wir aufgehört haben – beim MM-City Krakau. INFO INFO INFO. Will man den Reiseführer mit drei Worten beschreiben, dann mit diesen. Hier gibt es sogar seitenweise Tipps zu Büchern und CDs zum Thema Krakau. Ehrlich – Ich glaube, dafür bin ich noch zu jung. Ganz klassisch werden Restaurant- und Gastrotipps listenweise hintereinander aufgelistet und in Preisklassen sortiert. Die Beschreibungen – naja, solala. Geheimtipps? Finde ich nicht – könnte daran liegen, dass die Autoren nicht unbedingt selbst alle Gastrotipps verfasst haben? Dafür Unmengen Infos zu „Hochkultur“ und Jazz-Themen. Die beschrieben Touren? 14 Stück, wer soll das schaffen? Bei aller Liebe, kaum jemand wird für mehr als eine Woche in eine Stadt fahren. Fazit: Viel drin, aber ohne Spaßfaktor und das, was wirklich Spaß machen würde, ist nicht drin.

Kann der 100%-Krakau – Guide mehr? Ja. Punkt. Er enthält nicht ganz so viele Infos (weswegen ich ihm oben beim Inhalt auch nur 30-40% gegeben habe) und das ist gut so. Die Infos die drin sind lohnen nämlich aus meiner Erfahrung tatsächlich und sind so beschrieben, dass man es dem Reiseführer abkauft. Er enthält eben nicht alles, man hat sich beim Schreiben auf das wirklich empfehlenswerte konzentriert. Die Gastro-Tipps sind gut und interessant. Die drei beschriebenen Spaziergänge von je ca. 3 Stunden bieten viel (und ich freu mich schon drauf).

Grundsätzlich ist der Lonely Planet ja bekannt dafür, dass es dort die besten Tipps und Infos gibt und man auch mal Sachen und Orte findet, die es eben in anderen Reiseführern nicht gibt. Ist das auch beim Pocket-Guide Krakau so? Ich sag mal: Ja! In diesem Guide ist alles drin – auch die wirklich geilen Clubs. Der Lonely Planet ist nicht so schön und entspannt lesbar wie der 100%, der Lonely Planet ist eher ein Nachschlagewerk als ein Lesebuch. Aber er bekommt von mir Bonuspunkte weil mein Lieblingsclub Frantic und mein Lieblingscafe Bunkier drin sind.



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Design

Wie sind die Bücher designt? Ich fasse mich da mal kurz:

Der MM-City Krakau ist ein klassischer Reiseführer mit dem Hauch der 80er Jahre. Klein gedruckt, sehr viel Text und klassische Bilder.

Der Lonely Planet ist hip und bunt. Oktogramme, bunte Farbgestaltung, moderner Look. Cool und trotzdem lesbar.

Der 100%-Guide ist aufgeräumt und leicht lesbar. Schön übersichtlich gestaltet – das Teil macht beim Lesen den Eindruck als wäre es auf Entspannung aus.

Die Ergonomie

Ergonomie? Was soll das, wir testen hier Bücher!? Ja, aber wir testen hier Bücher für einen bestimmten Zweck – nämlich den, uns auf Reisen weiterzuhelfen. Und das kann ein Reiseführer vor allem dann, wenn man ihn mitnehmen, unterwegs mal schnell aus der Tasche ziehen und leicht etwas nachlesen kann. „Wo bin ich gerade und wo will ich hin?“ oder so. Und genau da unterscheiden sich die Testobjekte gewaltig. Wer sich einmal die Größen der Bücher genau angesehen hat, der ahnt weshalb.

Der Lonely Planet heisst nicht nur „Pocket“ weil es gut klingt. Er ist super handlich und passt bequem in eine (Hintern)Hosentasche. Perfekt. Durch die Größe sind die Karten zwar etwas klein geraten, aber was soll´s – Hauptsache man hat ihn immer griffbereit und muss ihn nicht lange aus dem Rucksack fummeln. Eine glatte 1 dafür.

Und jetzt kommt das dicke ABER. Was die Ergonomie des Lonely Planet gewaltig schmälern dürfte: Er ist auf Englisch! Mich persönlich stört das nicht, aber wer kein Englisch kann oder es ganz bequem haben möchte, der wird hier natürlich Abzüge machen müssen.

Der 100%-Guide ist ein wenig größer – aber immer noch so kompakt, dass er in eine Hosentasche passt. Auch gut also. Er hat eine kleine Ausklappkarte dabei und es gibt eine App dazu, mit der man gewisse Inhalte auf das Smartphone holen kann. Die Karten der beschriebenen Spaziergänge sind gut lesbar. Aufgrund der etwas größeren Größe als der Lonely Planet also eine 1-2.

Und nun – MM-City. Was soll ich sagen – das ist halt schon ein Buch mit 288 Seiten. Und leider viel zu groß für eine Hosentasche. Selbst für eine große Oberschenkeltasche ist das Teil zu sperrig – hier bleibt nichts übrig als das Teil im Rucksack mitzunehmen und bei Infobedarf eine Pause zum Lesen einzulegen. Also eine 3-4 dafür.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schnell geklärt:

Lonely Planet mit gutem Inhalt für laue 10 Euro – top!

100%-Guide mit sehr gutem Inhalt für 11,99 Euro – super!

MM-City mit viel zu viel Inhalt für 17,99 Euro – ok.

Bonus

Gibt es irgendwelche Bonuspunkte zu vergeben? Ja, die gibt es:

Der 100%-Guide bringt einen kleinen gefalteten Stadtplan mit und es gibt eine App, die Inhalte des Guides auf´s Handy zaubert. 2 Bonuspunkte.

Der MM-City hat auch den Faltplan und eine App – also auch 2 Punkte.

Der Lonely Planet hat einen Plan. Soll reichen – 1 Punkt.

Fazit

Jetzt ist es an der Zeit eine Entscheidung zu treffen – wer bleibt und kommt mit auf die Reise, wer geht zurück? Da ich nur drei Tage in der Stadt bin und davor keine Zeit habe, mich tagelang in Details zur Geschichte einzulesen muss der MM-City leider zurück. Das Buch ist mir viel zu viel, zu groß und die darin enthaltenen Infos machen nicht den Eindruck, als seien sie für meine Bedürfnisse geschrieben. Womöglich bin ich irgendwann soweit, dass ich mich vor einer Fahrt mal tagelang über alles, aber auch wirklich alles, vorab einlesen möchte. Jetzt aber nicht. sorry.

Fällt die Entscheidung also zwischen Lonely Planet Pocket Krakau und 100%-Cityguide Krakau. Der Lonely Planet ist ein stylishes buntes Nachschlagewerk mit allen nötigen Infos für die Hosentasche. Für den Top-Preis von glatt 10 Euro kann man sich hier über gar nichts beschweren – mehr braucht eigentlich kein Mensch. Das Ding sieht aus als ob es weiterhelfen und Spaß machen kann – gerade für jemanden, der die Basics der Stadt schon kennt und ab und an mal eine Info braucht. Ich überlege also, ob ich den Lonely Planet Pocket Guide Krakow nicht auch, sozusagen als Hosentaschenbackup, mitnehme. Er hat jedenfalls Platz 2 der Rangliste erklommen. Ich glaube, er kommt mit…

Gewinner – und damit jedenfalls Reisebegleiter – ist der 100% Cityguide Krakau. Er enthält alles, was man auf einem Kurztrip machen sollte und wegen der Zeit auch nur machen kann. Er überfrachtet einen nicht mit Infos und lässt sich angenehm lesen. Die Tipps und Infos sind gut, die dargestellten Spaziergänge sehen sinnvoll aus. Für knapp 12 Euro erscheint mir das eine gute Wahl.

Ob ich Recht behalten habe und was dabei herausgekommen ist, seht Ihr dann im Reisebericht nach der Tour 🙂

Street Photography in Heidelberg

Straßenfotografie – 50 Tipps für den schnellen Einstieg (Eric Kim)

Aller Anfang ist schwer – das gilt auch für´s künstlerische Schaffen.  Wer sich also an etwas neues wagen möchte, der liest meistens erst einmal das Internet leer oder – ganz traditionell – kauft sich erst einmal ein Buch. Da ich mich zum Anfang mal in das Thema Streetphotography (Straßenfotografie) einlesen wollte, ist mir vor kurzem Eric Kim´s „Straßenfotografie – 50 Tipps für den schnellen Einstieg
“ aus dem Heidelberger dpunkt-Verlag in die Hände gefallen.

Der Autor: Eric Kim

Autor des 142 Seiten starken Büchleins im A5-Format ist Eric Kim, ein bekannter Street-Fotograf aus Kalifornien (USA). Wer mehr über ihn wissen möchte sollte hier mal reinschauen. Oder hier:

Der Inhalt

Das Buch bietet insgesamt 8 Kapitel mit Tipps und Tricks vom großen Meister – natürlich gespickt mit vielen Bildern und Fotografien von ihm und seinen Gastautoren. Von der Wahl der richtigen Ausrüstung über verschiedene Bildstile und Techniken ist alles dabei – und dabei leicht verständlich, nicht zu wenig, nicht zu viel, leicht lesbar und nicht (was bei Büchern von dpunkt leider häufig der Fall ist) nicht zu detail- und techniklastig.

Wer mal einen Blick ins Buch werfen mag kann das ja bei Amazon ganz einfach machen.

Zwischen den Kapiteln mit Tipps und Tricks zur Straßenfotografie sind Interviews und Fotostrecken von und mit bekannten Fotografen eingebaut. Super.

Der Nutzen

Was bringt einem das Buch außer einem Haufen toller Bilder zum Anschauen? Vor allem viele Anregungen, technische Tipps und Impulse. Man darf nicht erwarten, dass einem das Buch exakt erklärt was man zu tun hat, damit aus jedem Foto ein tolles Kunstwerk wird. Das wäre auch garnicht möglich. Allerdings sind die technischen Tipps (beispielsweise zum Autofokus, der besten Kamera etc) tatsächlich nützlich und leicht umzusetzen.

Was wir besonders nützlich (und in der Umsetzung lustig…) finden ist die Doppelseite mit den 10 Aufwärmübungen. Wer es ernst meint, der kann ja einfach mal diese 10 Übungen nacheinander durchziehen. Fall Ihr Euch das erstmal nicht traut oder aus der Ferne ansehen wollt: Wir machen das für Euch und zeigen Euch ab nächster Woche die Videos unserer Touren. Die Bilder von der ersten Tour „Streetphotography in Heidelberg“ gibt es hier zu sehen.

Fazit

Straßenfotografie – 50 schnelle Tipps für den Einstieg von Eric Kim ist ein gutes Buch. Die Bilder sind gut, der Text ist leicht lesbar und interessant. Die 19,95 EUR sind gut investiert. Wer sich für Streetphotography interessiert und sich mal einlesen möchte, der sollte zugreifen. 

 

Straßenfotografie - 50 Tipps für den schnellen Einstieg
edition espresso
Eric Kim
Sachbuch
dpunkt
2013
142

 Der Begriff "Straßenfotografie" steht für eine ungeschminkte, authentische Fotografie von Alltagsszenen - Szenen, die Menschen bei normalen Tätigkeiten zeigen, aber eine interessante Perspektive aufweisen oder eine Geschichte erzählen. ...

50 Tipps in 8 Kapiteln zeigen Ihnen, wie auch Sie Ihr Auge schulen und Ihre Fähigkeiten als Straßenfotograf entwickeln können. Zudem vermittelt Ihnen eine Gästegalerie mit Beiträgen der internationalen Fotografen Ludmilla Morais, Blake Andrews, Thomas Leuthard und Kramer O Neill andere Sichtweisen und Ausdrucksformen der Straßenfotografie. (Klappentext)

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